Wenn Warten die Regel ist.

Warten im Krankenhaus

Der Termin zur Voruntersuchung wurde vor Wochen vereinbart. Nun kommt man überpünktlich in die Ambulanz des Krankenhauses. Im Wartebereich ist noch genügend Platz. Alles im Lot, sollte man meinen. Doch schon bei der Anmeldung erklärt die Empfangsdame, dass es etwas dauern kann. Etwas ist ein dehnbarer Begriff, es wird wohl nicht so schlimm werden. Nach einer Stunde Warten kommt Ungeduld auf, die nach einer weiteren Stunde völligem Unverständnis weicht. Kommt man endlich doch noch dran, erreichen hingeworfene Bemerkungen wie unvorhergesehener Personalengpass oder Notfall kaum mehr das Unterbewusstsein. Trösten kann das nach den vergeudeten Stunden nicht mehr.

Muss das sein?

Die Antwort hängt davon ab, wen man fragt. Für den Arzt oder die Klinik ist das der Normalfall. Mal läuft es besser, mal schlechter, ganz ohne Warten geht es nie. Dem Außenstehenden wiederum will das nicht recht einleuchten. Ihn beschäftigen zwei Fragen:
(1) Was ist der Nutzen des Wartens für den Arzt oder die Klinik?
(2) Wo liegen die Ursachen und wie könnte man dem Problem beikommen?

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